Heizöl-Preise steigen? Sprunghafte Wechsel erwartet

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Die Heizöl-Preise steigen weiter: Sprunghafte Wechsel sind auch demnächst zu erwarten. Auch die freigegebenen Reserven der USA und weiterer Länder bringen preislich gesehen nicht den gewünschten Erfolg.

Wenn die Heizöl-Preise steigen, bleibt nur noch Hoffnung (Video)

Und diese Hoffnung ist noch nicht einmal begründet! Denn klar ist: Die Preise kennen nur eine Richtung, auch wenn sie ab und an nach unten ausscheren. Doch die sprunghaften Wechsel werden weiterhin bestehen bleiben, wobei der Sprung nach oben immer gewaltiger werden wird.

Viele Verbraucher fahren die Abwartetaktik und hoffen auf niedrigere Preise, weil sie demnächst noch einmal Öl für die Heizung ordern müssen. Doch auch wenn die Preise dafür aktuell hoch sind, sollte die Bestellung noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Der Grund: Ab dem 1. Januar wird die Tonne Rohöl noch einmal teurer. Pro Liter sollen dann 2,5 Cent mehr fällig werden, was bei einer Tonne schon 25 Euro ausmacht. Auf das Jahr gesehen ist zu erwarten, dass Hausbesitzer mindestens 100 Euro mehr zahlen müssen.

Die Gründe dafür, dass die Heizöl-Preise steigen, sind auch darin zu finden, dass das Angebot auf dem Weltmarkt schlicht zu knapp ist. Das gilt nicht nur für Rohöl, bei dem der Verbrauch deutlich höher als die Nachfrage ist. Auch die Benzinpreise sind zuletzt so stark in die Höhe geklettert wie nie. Erwartet wurde ein Verbrauch von 0,6 Millionen Barrel, tatsächlich verbraucht wurden aber 2,8 Millionen Barrel. Dass dabei die Verfügbarkeiten ständig sinken, dürfte einleuchten.

Video: TANKEN, HEIZEN, STROM – Die Energiepreise EXPLODIEREN

Hoffnung durch Freigabe der Reserven?

Lange lagen die Hoffnungen auf sinkende Preise in der Freigabe der strategischen Reserven der Staaten. So sollte verhindert werden, dass die Heizöl-Preise steigen, doch wirklich eingetreten ist dieser Fall nicht. Nach Japan, Großbritannien, Südkorea und China gaben auch die USA ihre nationalen Reserven frei und das sogar in einem deutlich größeren Umfang. Sie sprachen von bis zu 50 Millionen Barrel, während die übrigen genannten Staaten nur 1,5 bis fünf Millionen Barrel freigaben.

Es handelt sich bei der Freigabe allerdings nur um eine befristete Leihgabe, die auch wieder zurückgezahlt werden muss. Das trübt die Freude über die kurzfristige Verfügbarkeit und bewirkt auch, dass die Heizöl-Preise steigen statt wie erwartet zu sinken.

In den kommenden Monaten wird eine künstliche Senkung der Preise erwartet, die das Ansteigen aufgrund der gestiegenen CO2-Abgabe zum Teil kompensieren können. Doch die danach folgende Anhebung wird Verbraucher und Wirtschaft mit voller Wucht treffen. Experten gehen davon aus, dass ein Anstieg auch weiterhin nicht zu kalkulieren sein wird und dass dieser enorm sprunghaft ausfallen könnte.

Verbrauchern bleibt am Ende nur, auch weiterhin abzuwarten und zu versuchen, Ölbestellungen zu einem Zeitpunkt zu tätigen, der augenscheinlich günstig dafür ist. Angesichts der sprunghaften Wechsel wird auch in naher Zukunft keine verlässliche Aussage darüber zu treffen sein, was außer der hohen Nachfrage bei gleichzeitiger Angebotsknappheit sowie der Lage auf dem Energiemarkt allgemein dazu führen wird, dass die Entwicklung der Preise vorherzusehen ist. Die Heizöl-Preise steigen und fallen auch weiterhin unkalkulierbar.

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